Rezension zu "Der Prinz der Elfen" von Holly Black

Autorin: Holly Black
Verlag: cbt
Seitenanzahl: 251
Preis: 16,99€         eBook: 13,99€
ISBN: 978-3-570-16409-9

Inhalt

Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen …
(Klappentext "Der Prinz der Elfen")

Meine Meinung

Fairfold ist keine normale Stadt wie man sie kennt. Fairfold ist ein Ort, in welchem in jedem Fall Elfen, Nyxen und andere sonderliche Wesen den Weg eines jeden kreuzen.
So zauberhaft die Welt der Elfen auf die Menschen auch wirkt, für die Elfen sind die Menschen nichts weiter als ein guter Zeitvertreib und die Möglichkeit sich in Tricks und Grausamkeit zu üben.
Da im fairfold'schen Wald ein Elfenprinz in einem gläsernen Sarg liegt, ist die Stadt die Touristenattraktion schlechthin. Doch nicht nur Touristen zieht der Sarg an, auch für die Einwohner ist die Lichtung im Wald ein beliebter Treffpunkt und Ort, an dem Partys stattfinden. Dabei kommt es nicht selten vor, dass so mancher versucht den gläsernen Sarg mit Gewalt zu öffnen oder jemand auf ihn hinauf steigt und darauf herumtrampelt. Allerdings weiß auch jeder, dass diese Taten nicht ungestraft bleiben..

Auf Hazel und ihren Bruder Ben übt der gläserne Sarg ebenfalls eine große Faszination aus. Nicht nur, dass der Prinz wunderschön und wie aus Stein gemeißelt aussieht, sie sind auch davon überzeugt, dass sie diejenigen sein werden, die dem Prinzen helfen werden sobald er erwacht.
Und so kommt es dann auch..
Eines nachts wird der Elfenprinz Severin aus seinem gläsernen Gefängnis befreit - Zufall, dass Hazel am nächsten Morgen völlig verschmutzt in ihrem Bett aufwacht ?
Oder hat vielleicht Jack, der Wechselbalg, etwas mit der Sache zu tun ? Es wäre immerhin nicht das erste Mal, das jemand aus der Elfenwelt für Chaos sorgt. Der Erlkönig scheint jedenfalls alles andere als erfreut über die gegebenen Umstände zu sein..

Hazel, die 16jährige Protagonistin der Geschichte, ist die jüngere Schwester von Ben. Im Gegensatz zu ihm besitzt sie über keine Gabe bzw. Talent, welches ihr in der Elfenwelt hilfreich sein könnte. Doch dafür ist sie seit sie klein war darauf aus Ritter zu sein/zu werden und geht zusammen mit Ben auf 'Monsterjagd'.
Doch da Ben Zweifel plagen, ob seine Gabe auch wirklich stark genug ist, bricht er diese kleinen Abenteuer wieder ab. Hazel, die nichts weiter sein möchte als ein Ritter, geht daraufhin einen Deal mit dem Erlkönig ein, damit Ben auf einer besonderen Schule gefördert werden und sein musikalisches Talent besser unter Kontrolle bringen kann.
Doch dieser Deal hat auch seine Folgen und so verspricht Hazel dem Erlkönig 7 Jahre ihres Lebens, ohne zu wissen wann diese von ihr eingefordert werden..

Die Geschichte wird größtenteils aus der Sicht von Hazel erzählt. Zwischendurch kommen auch mal 2-3 Absätze aus der Sicht von Ben vor, wobei die auch eher gemischt mit der Sicht von Hazel wirken.
Zwischenzeitlich fand ich das Buch echt verwirrend. Da man als Leser die Vorgeschichte der beiden oder generell der Charaktere nicht kennt, kann man keine richtigen Zusammenhänge herstellen, wenn sie über eine Sache aus der Vergangenheit reden.
Erst nach und nach werden die Geschehnisse mit Hilfe von Rückblicken, Träumen bzw. Erinnerungen aufgeklärt.

Vor allem wenn es um die Gefühle der Charaktere geht, fand ich es manchmal nicht richtig nachvollziehbar.
Zum Schluss hin macht zwar alles einen Sinn, aber zwischendrin habe ich mich schon manchmal gefragt, warum es jetzt so gekommen ist, wie es da gerade war.

Was ich schade fand, ist, dass die Spannung erst zum Ende des Buches so richtig zugenommen hat. Die Geschichte plätscherte so vor sich hin und erst weit nach der Hälfte konnte sie mich so richtig fesseln.
Nichtsdestotrotz ein schönes Buch mit einer mal etwas anderen Geschichte!

Fazit

Wer also auf Elfen, Feenwesen und andere Fabelwesen abfährt, der macht mit diesem Buch sicherlich nichts falsch. Durch den lockeren, flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil geht das Buch wirklich schnell zu lesen.


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