Dienstag, 15. Mai 2018

Rezension zu "Diatar - Kinde des Lichts"(Bd.1) von Ina Linger

Autorin: Ina Linger
Buchreihe: Mondiar-Trilogie
Seitenanzahl: 281
Preis: eBook 3,99€;   Softcover 9,99€;   Hardcover 19,99€
ISBN: 9783745050240
Leseprobe 1

Leseprobe 2


Inhalt
Gehe nie hinaus in die Nacht.
Meide die Dunkelheit.
Betrete niemals die Höhlen der Monandor.
Sei vor der Dämmerung zuhause.
Diese Regeln werden den Diatar von Kindesbeinen an eingebläut. Wer sich nicht an sie hält, ist des Todes. Das weiß auch der junge Krieger Jaro. Doch als er in einem Kampf mit den Monandor, den Dämonen der Dunkelheit, schwer verwundet wird, gelingt es ihm nicht mehr, vor Einbruch der Nacht zurück in sein Dorf zu kehren. Es ist ausgerechnet Risa, die ihn findet und in eine Höhle schleppt. Risa, die ihm zwar bereits das Leben rettete, als sie beide noch Kinder waren, die er jedoch seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Sein Leben ein weiteres Mal in ihren Händen zu wissen, erfüllt Jaro mit Angst, denn eines weiß er mit Sicherheit: Niemand bleibt so unschuldig und gut, wie er als Kind einst gewesen ist – schon gar nicht eine menschenfressende Dämonin der Nacht …
(Klappentext "Diater - Kinde des Lichts")


Meine Meinung

Jaro lebt in einer Welt, in der nicht alles so ist wie wir es kennen.


Die „Menschheit“ ist gespalten in Diatar und Monandor. Zwei sich rivalisierende Gruppen, die sich auf den Tod nicht ausstehen können.
Für die Diatar; die Kinder des Lichts, der Sonne und des Tages; sind die Monandor nichts weiter als blutrünstige Monster, die es zu vernichten gilt. Unterstützend für dieses Vorhaben werden in dem Dorf der Diatar Krieger ausgebildet, welche zunächst nur aus den unerschrockensten, muskelbepacktesten und kräftigsten jungen Männern bestehen. Doch das ändert sich, als es zu einer Auseinandersetzung zwischen Jaro und Lithos, dem Sohn des Stammesführers, kommt und Jaro beweist, dass man ebenso mit Köpfchen, Schnelligkeit und Geschick sehr viel erreichen kann.

So kommt es also, dass auch Jaro sich zum Krieger ausbilden lassen kann, und er erreicht tatsächlich sehr hohes Ansehen. Nicht nur unter den anderen Kriegern, sondern auch unter den Ältesten aus dem Dorf bis hin zu den Jungen, die sich selbst von ihm ausbilden lassen wollen.
Nicht nur die Wertschätzung seiner Arbeit ist, was ihn besonders macht. Da ist noch etwas anderes. Auf seiner Brust prangt eine Tätowierung „einer Art Auge, dessen Iris zu einer Hälfte Sonne und zur anderen Mond(...)“(Seite 25) ist. Und eben diese Tätowierung trägt auch Risa, das Dämonenmädchen, welches ihm vor einigen Jahren das Leben rettete, an ihrem Hals.

Auch bei ihrer nächsten Begegnung ist Jaro sehr auf die Hilfe der jungen Frau angewiesen, da er bei einem weiteren Kampf mit den Monandor schwer verwundet wurde und dem Tode nahe ist. Nach Jahren der Trennung treffen die beiden wieder aufeinander und auch wenn Jaro es zunächst nicht wahrhaben möchte, kann ihn Risa davon überzeugen, dass die beiden diese Tätowierungen nicht ohne Grund besitzen. Sie wurden dazu auserwählt ihre Völker zu retten und wieder zu vereinen. Doch das gestaltet sich noch schwieriger als erwartet, denn der Vulkan Itschari droht in naher Zukunft auszubrechen und die von den Diatar und Monandor bevölkerte Insel unter sich zu begraben. Einziger Ausweg wäre die Flucht auf das Wasser, dafür müssten Diatar und Monandor allerdings zusammenarbeiten..

(...)„Den Ozean zu überqueren ist unmöglich!“
Unmöglich ist nur, was man gar nicht versucht(...)““(Seite 47)

In der Geschichte stehen sich zwei Gruppen gegenüber: Die Diatar, die Kinder des Lichts, und die Monandor, die Kinder der Dunkelheit.
Gleich zu Beginn des Buches wird deutlich, dass Diatar und Monandor nicht miteinander auskommen und die Diatar sich auch bis zu einem gewissen Punkt vor den Monandor fürchten.

Gehe nie hinaus in die Nacht.
Meide die Dunkelheit.
Betrete niemals die Höhlen der Monandor.
Sei vor der Dämmerung zuhause“ (Seite 9)

Denn wie der Name „Kinder der Dunkelheit“ schon sagt, sind die Monandor eher nachtaktiv und begeben sich erst zu dunkler Stunde, wenn die Sonne ihnen nicht mehr schaden kann, auf die Jagd - und dabei ist ihnen egal, ob es Tiere sind, die in ihren Fängen landen oder die Diatar.
Im Laufe der Geschichte finden die Monandor allerdings eine Lösung, welche es ihnen erlaubt auch am Tag ihre Höhlen zu verlassen und diese Neuigkeit bekommt den Diatar gar nicht gut.

Die einzelnen Charakter der Geschichte finde ich alle ziemlich gut gewählt und ausgearbeitet.
Die anfängliche Verwunderung und im gewissen Maße auch Ängstlichkeit von Jaro darüber, was mit seinem Körper passiert, wenn er mit Risa zusammen ist, fand ich sehr amüsant zu lesen. In unserer Zeit ist der Kontakt zu Jungs (oder als Junge der Kontakt zu Mädchen) ja überhaupt nicht mehr wegzudenken. Bei den Diatar ist es allerdings streng verboten näheren Kontakt zum anderen Geschlecht zu haben.
Durch die Rückblenden sieht man wie sich der Charakter von Jaro über die Jahre hin verändert hat, wie er stärker wurde, körperlich wie auch geistig. Wie er mutiger wurde, lernte Verantwortung zu übernehmen und sich andren gegenüber zu behaupten.

Risa fand ich an manchen Stellen vielleicht etwas zu optimistisch und „an das Gute im Menschen“-glaubend. Sie scheint immer nur an das Gute zu denken, hält nichts von Pessimismus und versucht auch Jaro immer von ihren Sichtweisen zu überzeugen. Das fand ich zwar manchmal ziemlich nervend, aber für die Geschichte war es doch ein wichtiger Aspekt. Denn Jaro wurde erst durch Risas Hilfe, durch ihre Worte, zum Krieger. Durch sie hat er erst angefangen richtig an sich zu glauben und auch Risiken einzugehen.

Zu Beginn des Buches war ich durch die Zeitsprünge doch etwas verwirrt, was die Handlung anging. Es steht zwar immer bei der Kapitelüberschrift um wie viele Jahre zuvor es sich handelt, aber während des Lesens habe ich dann doch immer wieder vergessen, ob ich mich gerade in der "Gegenwart" oder der Vergangenheit befinde..
Mit der Zeit wurde das aber wesentlich besser und ich habe mich auch relativ schnell in die Geschichte rein gefunden.

Durch die vielen Beschreibungen kann man sich gute Vorstellungen davon machen wie die Orte oder die Personen aussehen. Zwar fand ich auch, dass es gelegentlich etwas sehr viele Beschreibungen waren, die da auf einen einprasselten, aber mit der Zeit gewöhnt man sich da dran und mal ehrlich..ohne Beschreibungen wäre das Buch nicht das was es ist.
Die Beschreibungen zum Ende hin, in denen Jaro in Höhlengängen umherläuft..das hat mich richtig an „Seelen“ von Stephenie Meyer erinnert und ich hatte während des Lesens die ganze Zeit die Höhle aus dem Buch beziehungsweise Film in meinem Kopf.

In der Mitte des Buches fand ich, dass etwas der Spannung, die noch am Anfang durch die Ankündigung von Risa da war, verloren gegangen ist und die Geschichte nur so vor sich hin plätscherte. Zum Ende hin baute sie sich aber glücklicherweise wieder auf und ich war mehr als gespannt darauf wie das Buch ausgeht.
Und das Ende war meiner Meinung nach wirklich interessant, sodass ich mich schon sehr darauf freue Band 2 zu lesen.

Fazit

Schon mit ihrer Falaysia-Reihe konnte mich Ina Linger überzeugen und auch dieses Buch hat mich nicht enttäuscht. Wer Fantasybücher mag, dem kann ich die Bücher von ihr wirklich nur weiterempfehlen!


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